Bangkirai

Bangkirai Oberfläche
Bangkirai Schrägansicht

Allgemeines

In den Herkunftsgebieten Indonesien und Südostasien wird Bangkirai traditionell im Außenbereich eingesetzt. Unter dem Namen Bangkirai werden ca. 23 unterschiedliche Baumarten zusammengefasst, die alle zur Baumfamilie Shorea gehören. Aufgrund seiner guten Witterungsbeständigkeit findet die Baumart Shorea laevis auch in Europa im Garten- und Landschaftsbau Verwendung.

Funktion / Eigenschaften

Wegen seiner Härte muss für Nagel- und Schraubverbindungen vorgebohrt werden, zum Sägen sind hartmetallbestückte Werkzeuge vorteilhaft.

Größer dimensionierte Dielen können frei bewittert zum Verwinden neigen.

Die natürliche Dauerhaftigkeit (= Resistenz) gegenüber holzschädigen Organismen wird in der DIN EN 350 als dauerhaft (im Erdkontakt) beschrieben.

Optik / Oberfläche

Das Holz hat eine gleichmäßig braun gefärbte Oberfläche, die allerdings durch das UV-Licht der Sonnenstrahlung schnell zum Vergrauen neigt.

Gelegentlich kommen so genannte „Pinholes“ (Ausfluglöcher tropischer Frischholzinsekten) vor, die die Optik beeinträchtigen.

Eisenmetalle können in Verbindung mit Feuchtigkeit eine starke, graublaue Verfärbung (Eisen-Gerbstoff Reaktion) verursachen, so dass Verbindungsmittel und Beschläge aus Edelstahl erforderlich sind.

Umwelt / Ökologie

Um Unsicherheiten bezüglich der Herkunft und des Anbaus auszuschließen, sollte auf ein Herkunftssiegel wie z. B. FSC geachtet werden.

Die Entsorgung am Ende der Nutzungsphase erfolgt gemäß der Altholzverordnung.

Besonderheiten / Gut zu wissen

Sehr empfindlich gegenüber Verfärbungen durch Metall- und Gerbsäurereaktion.

Einige Holzinhaltsstoffe sind wasserlöslich und können durch Auswaschung zu Verschmutzungen darunter liegender Bauteile führen.

Da Bangkirai innerhalb des Tropenholzsortiments marktdominierend ist, wird es im Fachhandel häufig angeboten.