Massaranduba

Massaranduba Oberfläche
Massaranduba Schrägansicht

Allgemeines

Massaranduba (Manilkara bidentata) kommt überwiegend aus südamerikanischen Ländern wie Brasilien, Ekuador, Kolumbien und Peru. Es ist ein gutes Konstruktionsholz und sehr witterungsbeständig. Daher eignet es sich gut für die Verwendung im Außenbereich.

Funktion / Eigenschaften

Wegen seiner Härte muss für Nagel- und Schraubverbindungen vorgebohrt werden, zum Sägen sind hartmetallbestückte Werkzeuge vorteilhaft. Massaranduba lässt sich im Vergleich zu anderen Tropenhölzern gut sägen, schleifen, hobeln und drechseln.

Das Holz nimmt nur langsam Feuchtigkeit auf. Ist es aber einmal nass, dauert die Austrocknung auch sehr lange. Hierbei kann es – insbesondere bei intensiver Sonnenbestrahlung – zu Rissbildungen kommen. Diese Risse sind feiner als Risse bei anderen Harthölzern.

Der Faserverlauf ist durch den teilweise vorhandenen Wechseldrehwuchs ungünstig, was zu aufstehenden Fasern führt. Daher eignet sich das Holz weniger für den Barfußlaufbereich.

Die natürliche Dauerhaftigkeit (= Resistenz) gegenüber holzschädigen Organismen wird in der DIN EN 350 als sehr dauerhaft (im Erdkontakt) beschrieben.

Eisenmetalle können in Verbindung mit Feuchtigkeit eine starke, graublaue Verfärbung (Eisen-Gerbstoff-Reaktion) verursachen, so dass Verbindungsmittel und Beschläge aus Edelstahl erforderlich sind.

Optik / Oberfläche

Das Holz hat eine gleichmäßig dunkelrotbraun gefärbte Oberfläche, die allerdings durch das UV-Licht der Sonnenstrahlung schnell zum Vergrauen neigt.

Umwelt / Ökologie

Um Unsicherheiten bezüglich der Herkunft und des Anbaus auszuschließen, sollte auf ein Herkunftssiegel wie z. B. FSC geachtet werden.

Die Entsorgung am Ende der Nutzungsphase erfolgt gemäß der Altholzverordnung.

Besonderheiten / Gut zu wissen

Neben Bangkirai ist Massaranduba vor allem als kammergetrocknete Ware im Fachhandel zu finden.